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        <title>Rolls-Royce</title>
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            <title>Rolls-Royce Spectre: E-Mobilit&amp;#xE4;t auf dem n&amp;#xE4;chsten Level</title>
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            <dc:creator>Redaktion</dc:creator>
            <pubDate>2024-10-15T11:35:00+02:00</pubDate>
            <description>&lt;![CDATA[&lt;img src="https://assets.adac.de/image/upload/v1688564441/ADAC-eV/KOR/Bilder/PR/rolls-royce-spectre-fahrbericht-fahrend-frontal-2307_tsmyw4.jpg">]]&gt; Er ist noch leiser als seine Vorg&amp;#xE4;nger mit Zw&amp;#xF6;lfzylinder-Motor: Der Rolls-Royce Spectre f&amp;#xE4;hrt rein elektrisch und bietet Luxus pur.</description>
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                <![CDATA[Schon 1900 hatte Mitgr&#xFC;nder Charles Rolls Elektroautos als &quot;ger&#xE4;uschlos und sauber&quot; gepriesen und &quot;feste Ladestationen&quot; vorhergesagt. &#xDC;ber ein Jahrhundert sp&#xE4;ter baut Rolls-Royce tats&#xE4;chlich ein Elektroauto. So luxuri&#xF6;s ist der Spectre. Testfahrt, Bilder, Daten. Preis f&#xFC;r den ersten elektrischen Rolls-Royce: ab 389.000 Euro Reichweite &quot;ausreichend&quot; 585 PS auch ohne Zw&#xF6;lfzylinder Fl&#xFC;sterleiser Elektro-Luxus aus Goodwood Gut Ding will Weile haben &#x2013; und wenn es richtig gut werden soll, dann darf diese Weile auch mal 123 Jahre w&#xE4;hren. So lange jedenfalls hat es gedauert, bis Rolls-Royce endlich die Prophezeiung des Firmengr&#xFC;nders Charles Rolls aus dem Jahr 1900 erf&#xFC;llt und den Elektromotor zum ultimativen Luxusantrieb geadelt hat.

Im Herbst 2023 hat die britische BMW-Tochter den Spectre zum ganz und gar unbescheidenen Preis von knapp 390.000 Euro steil aufw&#xE4;rts auf den Markt gebracht. Seitdem ist der Wagen nicht nur der erste Stromer der Marke, sondern auch das aktuell edelste Elektroauto der Welt &#x2013; vielleicht sogar das beste Auto &#xFC;berhaupt. Rolls-Royce ohne Zw&#xF6;lfzylinder? Geht gut Selbst der selige Zw&#xF6;lfzylinder ist vergessen, wenn das Coup&#xE9; mit stattlichen 5,50 Metern erst einmal Fahrt aufnimmt. Und bisherige Vorzeigefahrzeuge wie ein Mercedes EQS, ein Lucid Air oder ein Tesla Model S wirken pl&#xF6;tzlich wie schlichte Kleinwagen.

N&#xFC;chtern betrachtet ist der Spectre dabei nicht viel mehr als ein BMW i7 im Smoking &#x2013; schlie&#xDF;lich hat sich die feine Tochter aus Goodwood f&#xFC;r ihren elektrischen Erstling vom 102 kWh gro&#xDF;en Akku bis hin zur Allradlenkung im Baukasten der Mutter bedient. Doch wo der BMW bei aller Finesse und Dynamik k&#xFC;hl wirkt und ein wenig distanziert, hat die E-Mobilit&#xE4;t im Schatten der Spirit of Exctasy etwas derart Selbstverst&#xE4;ndliches und Seelenvolles, dass selbst der bis dato obligatorische V12-Motor pl&#xF6;tzlich seltsam deplatziert erscheint. 2,9 Tonnen in 4,5 Sekunden auf 100 km/h Nat&#xFC;rlich war und ist der Zw&#xF6;lfzylinder die kultivierteste aller Verbrennungskraftmaschinen und mit seinen 6,75 Litern Hubraum ein unerreichter Souver&#xE4;n. Aber gegen das sanfte Schnurren des Stromers wirkt er pl&#xF6;tzlich laut und ungehobelt. Und so samten und seidig er einen Phantom auch antreiben mag, kommt er an den geisterhaften Sprint des Spectre nicht einmal ansatzweise heran &#x2013; nicht umsonst haben die Briten das Anfahrdrehmoment sogar gedrosselt, damit der Champagner hinten nicht aus den Kelchen schwappt.  Nie hat sich M&#xFC;helosigkeit tats&#xE4;chlich so wenig bem&#xFC;ht angef&#xFC;hlt wie hier &#x2013; und das, obwohl der Spectre stolze 2,9 Tonnen wiegt. Aber selbst die schmelzen dahin, wenn 585 PS und 900 Nm zu Werke gehen und die Kabine von einem adaptiven Fahrwerk mit Vorausschau und Wankausgleich in Watte gepackt und auf Wolken gebettet wird. Wer es eilig hat, der kommt deshalb in 4,5 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, fliegt wenig sp&#xE4;ter mit 250 Sachen &#xFC;ber die linke Spur und erkennt trotzdem nur an der vor den Fenstern verwischenden Landschaft, dass er tats&#xE4;chlich f&#xE4;hrt. Reichweite spielt eine Nebenrolle Wie fr&#xFC;her &#xFC;ber die Leistung, verliert dabei heute &#xFC;ber die Reichweite niemand mehr ein Wort und &quot;ausreichend&quot; gilt als hinreichende Beschreibung. Dabei sind 500 Kilometer im Normzyklus und vielleicht 350 Kilometer im Alltag f&#xFC;r ein Auto dieses Formats durchaus vorzeigbar. Doch weiter als von der Villa ins B&#xFC;ro muss ein Rolls-Royce in der Regel gar nicht fahren &#x2013; oder zum Flughafen. Denn f&#xFC;r Distanzen im dreistelligen Kilometer-Bereich bevorzugt die Klientel gemeinhin den Hubschrauber oder den Privatjet.  Und dass der Spectre mit 195 kW laden kann, interessiert ebenfalls die wenigsten. Denn ein Zwischenstopp am Schnelllader vor dem Supermarkt ist f&#xFC;r den gemeinen Superreichen schwer vorstellbar. Vielmehr freut sich die High Society jetzt an der Wallbox daheim und daran, dass so profane Orte wie eine Tankstelle f&#xFC;r sie nun endg&#xFC;ltig Geschichte sind. Der Rolls-Royce Spectre in Bildern Dass der E-Antrieb so gut zum Spectre passt, hat aber neben seiner schieren Leistung und seiner unerreichten Laufkultur noch einen weiteren Grund: Das Coup&#xE9; will zuallererst ein Rolls-Royce sein und erst dann ein Elektroauto. Verzicht verbietet sich da von selbst, und Nachhaltigkeit wird nachrangig. Deshalb gibt es weder &quot;veganes&quot; Leder oder Kunststoffe aus Fischernetzen, noch haben die Briten sonst irgendwo gespart, sondern im Gegenteil noch dicker aufgetragen als bisher.  Die Farbpalette ist mutiger als je zuvor, der Teppich tiefer, das Leder dicker und die Liste der Optionen l&#xE4;nger &#x2013; so funkelt der LED-Sternenhimmel nun nicht nur im Dach, sondern auf Wunsch erstmals auch in den T&#xFC;ren, die &#xFC;brigens die gr&#xF6;&#xDF;ten sind, die Rolls-Royce je eingebaut hat. Und wo andere um jedes Gramm ringen, sind die T&#xFC;rgriffe hier schwer und massiv wie an den Toren zum Tower of London und die Luftausstr&#xF6;mer der Klimaanlage nat&#xFC;rlich wieder aus dem Vollen gefr&#xE4;st. F&#xFC;r den Cw-Wert: &quot;Emily&quot; musste abspecken Nach &#xFC;ber 100 Jahren Vorlauf, vier Jahren Entwicklungszeit und mehr als zwei Millionen Testkilometern f&#xFC;hlt sich der Spectre derart nach Rolls-Royce an, dass sich jede Frage nach dem Antrieb er&#xFC;brigt. Und wenn die Sprache tats&#xE4;chlich einmal auf die E-Motoren kommt, dann weinen selbst eingefleischte Petrol Heads dem seligen V12 nicht die kleinste Tr&#xE4;ne nach.

Das mag nicht zuletzt daran liegen, dass die Briten extrem gr&#xFC;ndlich waren bei der Entwicklung. Sie haben deshalb nicht einfach einen BMW i7 in einen Smoking gesteckt oder eine Batterie in den Rolls-Royce Phantom verpflanzt, sondern sich mit dem Spectre mal eben neu erfunden. Im Gro&#xDF;en, aber eben auch im Kleinen &#x2013; von der frischen Grafik f&#xFC;r den digitalen Tacho samt funkelndem Sternenstaub bei der jeweils angezeigten Geschwindigkeit bis hin zur Spirit of Ecstasy, die ihren eigenen Beitrag zur Antriebswende leisten muss. Nicht, dass es in diesem Auto wirklich auf Reichweite ank&#xE4;me. Doch um den Cw-Wert auf die geplanten 0,25 zu dr&#xFC;cken, musste selbst die K&#xFC;hlerfigur in den Windkanal und hat in vielen hundert Stunden Feinschliff ein Facelift bekommen &#x2013; ein Aufwand, den sich nur eine Marke wie Rolls-Royce leisten kann. Erst recht, wenn sie sich zwischen Idee und Umsetzung 123 Jahre Zeit l&#xE4;sst. Rolls-Royce Spectre: Daten und Preise Text: Thomas Geiger Hier finden Sie noch viele weitere Neuvorstellungen, Fahrberichte und Autotests.]]>
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