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        <title>Sono Motors</title>
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        <description>Sono Motors</description>
        <lastBuildDate>Sun, 07 Jun 2026 00:54:54 GMT</lastBuildDate>
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            <title>Sono Motors: Elektroauto Sion gescheitert, Solarsparte macht weiter</title>
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            <dc:creator>Rudschies</dc:creator>
            <pubDate>2024-06-07T00:00:00+02:00</pubDate>
            <description>&lt;![CDATA[&lt;img src="https://assets.adac.de/image/upload/v1582810082/ADAC-eV/KOR/Bilder/Fotograf/interview-sono-motors-sion-2002_yaojoe.jpg">]]&gt; Das M&amp;#xFC;nchner Start-up musste sich von seinem Baby, dem Sion, verabschieden. </description>
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                <![CDATA[Der Sion, ein innovatives Elektroauto eines M&#xFC;nchner Start-ups, ist gescheitert. Von der Firma Sono Motors bleibt lediglich die Solarsparte &#xFC;brig. Alles &#xFC;ber die Hintergr&#xFC;nde und das idealistische Konzept des M&#xFC;nchner Start-ups. Idee des Sion: Ein ger&#xE4;umiges Elektroauto zum Teilen Innovationen: Solarzellen, bidirektionales Laden, Sharing-App    Solargesch&#xE4;ft unter neuer F&#xFC;hrung   Elektroauto Sion gescheitert  Das M&#xFC;nchner Elektroauto-Start-up Sono Motors hat sein ehrgeiziges Projekt Sion beerdigen m&#xFC;ssen, die Gr&#xFC;nder Laurin Hahn und Jona Christians mussten sich zur&#xFC;ckziehen. Von der Firma bleibt nach dem Insolvenzverfahren lediglich die Solarsparte bestehen. Die Communitiy schaut in die R&#xF6;hre.   Durchhalten als oberstes Ziel     Auf ihrem Weg haben Hahn/Christians und ihre Mitstreiter heftige H&#xF6;hen und Tiefen erlebt. Immer wieder hatten sich neue Herausforderungen ergeben: auf der Ebene der Technik, der Batterie, der Zulieferer. Im Bereich Produktion, weil eine sicher geglaubte Fabrik in Schweden dann pl&#xF6;tzlich doch nicht zur Verf&#xFC;gung stand. Im Bereich Finanzen, weil wieder ein Kostenfaktor teurer wurde. Und und und... Sono Motors hatte sich lange immer irgendwie durchgebissen. Zuletzt mit einem erfolgreichen Gang an die New Yorker B&#xF6;rse. Und so zeigte sich CEO Laurin Hahn im November 2021 erleichtert: &quot;Wir sind damit einen gro&#xDF;en Schritt weiter, den Sion an unsere Community auszuliefern.&quot;  R&#xFC;ckzug ins Solargesch&#xE4;ft   Jedoch: Vom Ausgabekurs der Sono-Motors-Aktie war Ende 2022 fast nichts mehr &#xFC;brig, das dadurch eigenommene Geld ausgegeben; die Investoren wollten nicht mehr Geld einbringen in das Projekt. Sie forderten, den Sion aufzugeben und sich stattdessen voll auf das inzwischen eintr&#xE4;gliche Solargesch&#xE4;ft zu konzentrieren, das man separat betreiben solle. 300 der 400 Mitarbeiter wurden entlassen.     Strategie mit drei Gesch&#xE4;ftszweigen Dabei sah es im Sommer 2022 gar nicht so schlecht aus f&#xFC;r die Zukunft des Projekts. Das finale Design des Elektroauto namens Sion wurde pr&#xE4;sentiert, das parallele Gesch&#xE4;ft mit Solartechnologie f&#xFC;r das Transportgewerbe begann Fr&#xFC;chte zu tragen. Und so zeichnete sich die Hoffnung ab, dass die Zukunft von Sono Motors &#xFC;ber drei Standbeine abzusichern sei: Produktion und Vertrieb des Sion als das eine Standbein. Die entwickelte Solartechnologie als das zweite. Standbein Nummer drei sollte die Sharing-App werden, mit der man auf l&#xE4;ngere Sicht ebenfalls nennenswerte Einnahmen erzielen wollte. Die Idee: ein Solar-Elektroauto zum Teilen  Von der Idee her sollte der Sion ein Elektroauto f&#xFC;r die ganze Familie sein: ger&#xE4;umig, relativ leicht bezahlbar und trotzdem mit technischen Innovationen gesegnet. Die Batterie mit einer  Energiekapazit&#xE4;t von 54 kWh sollte dem Serien-Sion zu einer WLTP-Reichweite von 305 Kilometern verhelfen. Dabei sollten die kritischen Materialien Kobalt, Mangan und Nickel nicht vonn&#xF6;ten sein. Der vorgesehene Akku nutzt die als besonders robust und sicher geltende Lithium-Eisenphosphat-Technologie (LFP). Seine Lebensdauer war f&#xFC;r bis zu 900.000 Kilometer Fahrbetrieb ausgelegt.    Strom aus Solarpaneelen Dazu w&#xE4;re die von Solarpaneelen am Auto erzeugte Energie gekommen. Was laut Sono Motors einer zus&#xE4;tzlichen Reichweite von 112 Kilometern pro Woche entsprochen h&#xE4;tte. M&#xF6;glich sei das bei Wetterverh&#xE4;ltnissen, wie sie laut Statistik in S&#xFC;ddeutschland &#xFC;blich sind. Bei konstanter Sonneneinstrahlung seien sogar bis 245 Kilometer zus&#xE4;tzliche Reichweite pro Woche drin gewesen. Das Besondere: Die Solarmodule sind deutlich leichter als die einer Photovoltaik-Anlage f&#xFC;rs Haus und im Gegensatz dazu auch flexibel gestaltet. Waren die ersten Solarpaneele bei den Prototypen noch aufgeklebt und etwas fragil, wurden sie immer besser in die Kunststoffbeplankung des Autos integriert. Damit war ein technischer Meilenstein geschafft. Sono Motors hat die Solartechnik gemeinsam mit dem finnischen PV-Zellen-Spezialisten Valoe entwickelt und h&#xE4;lt Patente darauf. Wie viel an Energie damit erzeugt wird, lie&#xDF; sich am Mitteldisplay im Auto verfolgen. Der damalige Entwicklungschef Markus Volmer erkl&#xE4;rte bei einer Testrunde: &quot;Die Gesamtleistung der 248 Solarzellen betr&#xE4;gt theoretisch bis zu 1000 Watt.&quot;  Sharing-App zum Teilen Eine weitere Besonderheit war die eigens entwickelte Sono Sharing App, die nicht nur f&#xFC;r Vorbesteller des Sion, sondern f&#xFC;r alle Autofahrer in den App-Stores zug&#xE4;nglich sein sollte. F&#xFC;r Menschen, die ihr Fahrzeug mit anderen Menschen teilen wollen &#x2013; egal, ob es ein Elektroauto oder irgendein Fahrzeug mit einem herk&#xF6;mmlichen Verbrennungsmotor ist.

Das App-Angebot zielte darauf ab, das Potenzial von Millionen von Autos zu aktivieren, die jeden Tag ungenutzt bleiben. In Pilotprojekten von Sono Motors in und um M&#xFC;nchen wurde die Fahrzeugauslastung um bis zu 150 Prozent gesteigert. Die monatlichen Autokosten seien in einem Fall um bis zu 85 Prozent gesenkt worden.  Solar Kits f&#xFC;r alle  Trotzdem fehlte dann bald wieder das Geld. Die Haupt-Investoren von Sono Motors setzten durch, alle Aktivit&#xE4;ten auf die fahrzeugspezifische Solartechnologie zu fokussieren. Vereinbarungen mit verschiedensten Transport-Unternehmen, zum Beispiel dem Lkw-Hersteller MAN, dem franz&#xF6;sischen K&#xFC;hlfahrzeughersteller Chereau oder dem Logistik-Spezialisten Rhenus in Westfalen schienen aussichtsreich.

Mit dem &quot;Solar Bus Kit&quot; bot das Start-up zudem eine Nachr&#xFC;stl&#xF6;sung f&#xFC;r Diesel- und Elektrobusse der 12-Meter-Klasse an. Das zielte auf die riesige Flotte der Busse, die im &#xF6;ffentlichen Nahverkehr eingesetzt werden. Nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa.  Heizung, L&#xFC;ftung und Klimaanlage der Busse k&#xF6;nnen so mit erneuerbarer Energie betrieben werden. Die Fl&#xE4;che an Solarmodulen betr&#xE4;gt rund acht Quadratmeter. Durch den Energieertrag w&#xFC;rden bis zu 1500 Liter Diesel und bis zu vier Tonnen CO&#x2082; pro Bus und Jahr eingespart, rechnete Sono Motors vor. Betreiber von Busflotten k&#xF6;nnten laut Sono Motors nach etwa drei bis vier Jahren mit Rentabilit&#xE4;t rechnen.  Wenn es gut l&#xE4;uft, rettet sich wenigstens die Solarsparte in die neue Zeit. Den Sion, soviel ist heute klar, werden wir niemals auf der Stra&#xDF;e fahren sehen.    Hier finden Sie viele&#xA0;weitere Neuvorstellungen, Fahrberichte und Autotests.]]>
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            <title>Sono Motors: &amp;#x201E;E-Mobilit&amp;#xE4;t weiter denken als bis zum Stecker&amp;#x201C; </title>
            <link>https://www.adac.de/news/sono-motors-interview/</link>
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            <dc:creator>Rudschies</dc:creator>
            <pubDate>2021-09-07T00:00:00+02:00</pubDate>
            <description>&lt;![CDATA[&lt;img src="https://assets.adac.de/image/upload/v1625749507/ADAC-eV/KOR/Bilder/PR/sono-motors-interview-hahn-christians-2107_qqnszr.jpg">]]&gt; Der Sion von Sono Motors soll ein Elektroauto werden, das besonders nachhaltig und gleichwohl preisg&amp;#xFC;nstig ist.</description>
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                <![CDATA[Der Sion von Sono Motors soll ein Elektroauto werden, das besonders nachhaltig und trotzdem preisg&#xFC;nstig ist. Im Interview mit dem ADAC erkl&#xE4;ren die beiden Gr&#xFC;nder, was das hei&#xDF;t, und wie das geht.  ADAC Redaktion: Ihr habt euch entschieden, den Sion, ein familientaugliches Elektroauto mit f&#xFC;nf Sitzen, gro&#xDF;em Kofferraum und einer weniger guten Umweltbilanz zu entwickeln. W&#xE4;re ein zweisitziger Kleinwagen nicht nachhaltiger?
Laurin Hahn: Es ging uns darum, das Elektroauto in die breite Masse zu bringen. Der Markt f&#xFC;r einen Zweisitzer ist nicht sonderlich gro&#xDF;. Und f&#xFC;r eine Familie mit Kindern kommt ein Zweisitzer wohl kaum infrage. Wir wollten mit dem Sion aber von Anfang an ein Elektroauto, das f&#xFC;r jedermann bezahlbar und gleichzeitig familientauglich ist. Achtet ihr besonders auf die Effizienz, also darauf, dass das Auto m&#xF6;glichst wenig Strom verbraucht?
Jona Christians: Nat&#xFC;rlich achten wir darauf, aber der Sion wird keinen Cw-Wert von unter 0,2 erreichen. Der Wagen verbraucht 14 bis 16 kWh pro 100 Kilometer. Und das ist gut. Laurin: Effizienz ist extrem wichtig f&#xFC;r ein Elektroauto, keine Frage. Aber wenn man versucht, irgendwo absolute Spitze zu sein, dann kostet das sehr viel Geld in der Entwicklung. Wir sind da sehr pragmatisch und versuchen &#xFC;berall besonders gut zu werden, wo wir es k&#xF6;nnen. Wir m&#xFC;ssen aber nicht die Effizienz-K&#xF6;nige werden. Design ist in der Community zweitrangig Wird der Sion schaltbare Rekuperationsstufen haben zur Energier&#xFC;ckgewinnung?
Laurin: Nein, denn auch hier w&#xE4;ren die Entwicklungskosten sehr hoch. Der Sion rekuperiert in einer Stufe, und wir glauben, dass wir die richtige Abstimmung bei der Rekuperation gefunden haben: nicht so hart wie ein BMW i3 und nicht so soft wie beim Renault Zoe. Tats&#xE4;chlich ist ja Segeln besonders effizient. Gibt es eine Segelfunktion beim Sion?
Jona: Nein, wir werden keine dezidierte Segelfunktion anbieten. Mit etwas Gef&#xFC;hl und &#xDC;bung ist das Segeln aber auch mit dem Gaspedal m&#xF6;glich. Stichwort Design, habt ihr keine Bef&#xFC;rchtungen, dass die etwas kastige Karosserie Kaufinteressenten abschreckt?
Laurin: &#xDC;berhaupt nicht. Unserer Zielgruppe sind neben der Effizienz vor allem die Nutzbarkeit des Fahrzeugs, die Solarintegration und die unterschiedlichen Ladem&#xF6;glichkeiten wichtig. Im intensiven Austausch mit unserer Community wird deutlich, dass Motorleistung und Design weit hinten rangieren. Und bei der konkreten Frage nach der Gef&#xE4;lligkeit des Sion bewerten ihn die Reservierungshalter auf einer Skala von 1 bis 10 mit einer 7 &#x2013; damit k&#xF6;nnen wir gut leben. Solartechnologie wurde patentiert Der Sion ist ein solarelektrischer Van, abgek&#xFC;rzt SEV. Ein Auto, das seinen Strom zum Fahren durch Solarpanels am Auto quasi selbst erzeugt, zum Teil jedenfalls. Habt ihr das Gef&#xFC;hl, dass die etablierten Autohersteller auch in das Thema einsteigen wollen?
Jona: Ja, klar. Wir bekommen viele Anfragen f&#xFC;r unsere patentierte Solartechnologie. Und zwar nicht nur von Lkw-Herstellern, sondern auch von Firmen aus dem Shuttle- und Pkw-Bereich. Au&#xDF;erdem sehen wir Hersteller, die wie wir bidirektionales Laden erm&#xF6;glichen wollen. Auch unser zentrales Anliegen, das Sharing von Fahrzeugen, wird immer wichtiger bei anderen Marken.  Laurin: Die Industrie nimmt gerade Fahrt auf und f&#xE4;ngt an, Elektromobilit&#xE4;t weiter zu denken als nur bis zum Stecker. Jona: Ein Beispiel ist Volkswagen, die, wie ich finde, auf einem guten Weg bei der Transformation hin zur Elektromobilit&#xE4;t sind. Und jemand wie Volkswagen-Chef Herbert Diess, der die Elektromobilit&#xE4;t vorantreibt, tut der Branche richtig gut. Statt einer 35 kWh gro&#xDF;en Batterie soll der Sion nun eine 54-kWh-Batterie bekommen &#x2013; und das zum gleichen Preis. Wie habt ihr das denn hinbekommen? Laurin: Noch vor drei Jahren w&#xE4;re der Preis so nicht m&#xF6;glich gewesen. Die Preisstruktur f&#xFC;r den Sion mit der neuen 54-kWh-Batterie begr&#xFC;ndet sich allerdings nicht mit einem neuen Zellpreis, wie man vermuten k&#xF6;nnte, sondern mit einem attraktiven Preis f&#xFC;r die Batterie-Module. Die Firma Sono Motors steht auf drei S&#xE4;ulen Gibt es, abgesehen von weiteren Fahrzeugen, noch andere Zukunftsperspektiven bei euch?
Laurin: Wir haben Sono Motors auf drei S&#xE4;ulen gestellt. Die erste S&#xE4;ule ist der Sion, die zweite sind die digitalen Services mit Sharing-Modellen und die dritte ist die Solarintegration. Gerade das Thema Solar ist aktuell sehr spannend. Besonders Logistikfirmen kommen h&#xE4;ufig auf uns zu, da ja auch sie ihre Emissionen stark reduzieren m&#xFC;ssen und nach entsprechenden Technologien suchen. Wir k&#xF6;nnen hier mit unserem Know-how zu einer L&#xF6;sung beitragen. Da steckt aktuell viel Musik drin. Habt ihr euch auch mal in Richtung Wasserstoff und Brennstoffzelle Gedanken gemacht? Was haltet ihr davon?
Laurin: F&#xFC;r mich ist die Brennstoffzellen-Technologie kein Gegenentwurf zum Elektroauto, sie erm&#xF6;glicht nur ein anderes Elektroauto. Das wird in der &#xD6;ffentlichkeit und in den Medien leider oft nicht klar gesagt. Jona: Wasserstoff wird schon ewig als die Zukunft bezeichnet. Ich habe langsam den Eindruck, das wird nur gemacht, um Elektromobilit&#xE4;t vernachl&#xE4;ssigen zu k&#xF6;nnen. Frei nach dem Motto: Okay, fahren wir halt weiter Verbrenner, bis der Wasserstoff da ist. Aber das ist der v&#xF6;llig falsche Weg. Ich denke, Wasserstoff und die Brennstoffzelle haben ihre Berechtigung. Im Schwerlastverkehr zum Beispiel kann ich mir vorstellen, dass die Technik kommt. Elektroauto und Carsharing geh&#xF6;ren zusammen Bekommt ihr in der Diskussion das Argument zu h&#xF6;ren, dass das Elektroauto nicht das Allheilmittel im Verkehrssektor sei?
Jona: Nat&#xFC;rlich, und das Argument stimmt auch. Man muss sich vorstellen, dass weltweit fast 80 Millionen Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor pro Jahr neu hergestellt werden. Es ist keine nachhaltige L&#xF6;sung, diese Millionen Autos k&#xFC;nftig mit Elektroantrieb auszuliefern. Wir m&#xFC;ssen Autos smarter einsetzen. Sie d&#xFC;rfen nicht mehr rund 23 Stunden am Tag nur rumstehen. Sie m&#xFC;ssen geteilt und m&#xF6;glichst viel und von vielen genutzt werden, damit unterm Strich weniger Fahrzeuge ben&#xF6;tigt werden. Laurin: Wenn ich in M&#xFC;nchen unterwegs bin, nutze ich alle M&#xF6;glichkeiten, von A nach B zu kommen. Nat&#xFC;rlich auch den &#xD6;PNV. Ich habe alle g&#xE4;ngigen Sharing-Apps, denn ich besitze gar kein eigenes Auto. Diese Multimodalit&#xE4;t, wie man das Neudeutsch nennt, funktioniert ganz wunderbar. Multimodale Mobilit&#xE4;t darf aber nicht nur eine L&#xF6;sung f&#xFC;r ein paar hippe Leute in der Gro&#xDF;stadt bleiben. Wir wollen Elektromobilit&#xE4;t und Carsharing in die breite Masse bringen. Und deswegen ist jeder Sion serienm&#xE4;&#xDF;ig mit einer Sharing-App ausger&#xFC;stet. Der Sion wird mit anderen als Fortbewegungsmittel geteilt, er teilt mit anderen den Strom, und er erzeugt den Strom zum Teil sogar selbst. Das geh&#xF6;rt alles zusammen. Vielen Dank f&#xFC;r das Gespr&#xE4;ch. ]]>
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            <title>Sono Motors: &amp;quot;Aufgeben ist keine Option&amp;quot;</title>
            <link>https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/interview-sono-motors/</link>
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            <dc:creator>Rudschies</dc:creator>
            <pubDate>2020-03-16T15:40:00+01:00</pubDate>
            <description>&lt;![CDATA[&lt;img src="https://assets.adac.de/image/upload/v1582810109/ADAC-eV/KOR/Bilder/Fotograf/interview-sono-motors-hahn-christians-2002_ysmova.jpg">]]&gt; Wie das Solar-Elektroauto der beiden zu scheitern drohte &amp;#x2013; Laurin Hahn und Jona Christians erkl&amp;#xE4;ren den ersten gro&amp;#xDF;en Tiefpunkt ihres Start-up-Lebens.</description>
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                <![CDATA[Das Start-up Sono Motors hat ein innovatives Elektroauto entwickelt und tritt damit gegen die gro&#xDF;en Autohersteller an. Dann drohte das Aus. Im Interview erkl&#xE4;ren die Gr&#xFC;nder, wie es gelingen soll, als David gegen Goliath zu bestehen. Das Ziel ist hoch gesteckt: Ein kleines M&#xFC;nchner Start-up will ein Elektroauto bauen. Und zwar eines, das so nachhaltig ist wie irgend m&#xF6;glich: Es soll zus&#xE4;tzliche Energie &#xFC;ber Solarzellen gewinnen, die am Auto verbaut sind. Die Idee stammt von Laurin Hahn und Jona Christians, zwei der drei K&#xF6;pfe von Sono Motors. Dabei sind die beiden nicht einmal ausgebildete Ingenieure oder Betriebswirte, sondern in jeder Hinsicht Autodidakten. Das weibliche Gegengewicht im Gr&#xFC;nderteam ist die studierte Kommunikationsdesignerin Navina Pernsteiner, die sich in den ersten Jahren um das Crowdfunding gek&#xFC;mmert hat und sich heute auf die Entwicklung einer App
zu k&#xFC;nftigen Mobility Services (Carsharing u.a.) der Firma konzentriert. Dass Sono Motors es tats&#xE4;chlich geschafft hat, ein innovatives Elektroauto zu entwickeln, mutet wie ein Wunder an. Aus dem 2016 gegr&#xFC;ndeten Team mit einer Handvoll Mitarbeitern wird eine Firma mit 100 Angestellten und weiteren 300 externen Projektmitarbeitern. Ende 2019 der Schock: Die Vertragsverhandlungen mit einem Gro&#xDF;investor scheitern, die Firma steht vor dem Aus. Durch eine Crowdfunding-Kampagne gelingt es, innerhalb von 50 Tagen noch einmal mehr als 50 Millionen Euro einzusammeln und das Projekt zu retten.   Learning by doing: Wie funktioniert Elektromobilit&#xE4;t? Es hei&#xDF;t, ihr habt wie Steve Jobs in einer Garage angefangen. Was habt ihr da gemacht? Ein Auto umgebaut, einen Elektromotor und einen Akku reingeh&#xE4;ngt und alles miteinander verbunden oder wie m&#xFC;ssen wir uns das vorstellen?

Jona Christians: Genau das haben wir gemacht. Wir haben uns 2012 gefragt, woran es bei der Elektromobilit&#xE4;t hapert. Wir wollten sehen, wie man die Probleme &#x2013; Preis, Reichweite, Infrastruktur &#x2013; l&#xF6;sen kann. Was f&#xFC;r ein Auto war das? Jona: Ein Renault Twingo. Aber wir haben ihn nat&#xFC;rlich von vorne bis hinten umgebaut. Den Motor, den Akku, den wir uns online aus China bestellt haben und so weiter &#x2026; Und dann merkst du, dass ein Elektroauto kein Hexenwerk ist.  Ihr seid mit dem umgebauten Twingo tats&#xE4;chlich gefahren? Laurin Hahn: Ja. Wir haben eine T&#xDC;V-Zulassung bekommen und sind damit mehrere Tausend Kilometer herumgefahren. Welche Reichweite hatte das Auto? Laurin: 130 Kilometer. Das war eine ganz andere Nummer als der Sion heute. Jona: Die Learnings waren extrem wichtig. Wir zwei sind ja Autodidakten, ohne Studium, ohne Berufserfahrung. Jetzt haben wir viele Fachleute als Partner und Zulieferer im Boot. Im Projekt von Sono Motors sind heute 400 Menschen involviert. Sind eure Mitarbeiter alle mit dem gleichen Enthusiasmus dabei wie ihr selbst? Jona: Es ist niemand bei uns, weil er einen bequemen Nine-to-five-Job gesucht hat. Alle haben ihren pers&#xF6;nlichen Grund, warum sie da sind. Und alle teilen unsere Einstellung.  Sono Motors hat nicht die Nachteile eines Autoherstellers   Ihr begebt euch ja nicht nur mit anderen Start-ups und dem Elektropionier Tesla, sondern auch mit den etablierten Autoherstellern in Konkurrenz. Hattet ihr nie Angst zu scheitern oder ein zu gro&#xDF;es Risiko einzugehen?

Laurin: Das geh&#xF6;rt beim Unternehmertum immer dazu, dass man risikoaffin ist und Schritte wagt, die normalerweise niemand gehen w&#xFC;rde. Aber wir sind eben kein Autohersteller, der seine bestehenden Fabriken auslasten muss, und der eine Verantwortung f&#xFC;r Hunderttausende von Mitarbeitern hat. Wir k&#xF6;nnen schneller und entscheidungsfreudiger sein als etablierte Player. Und wir haben ein anderes Verst&#xE4;ndnis davon, wer unsere Kunden sind, und wie man sie am besten bedient. Gab&#x2019;s einen Punkt, an dem ihr gedacht habt: Jetzt h&#xF6;ren wir auf, jetzt ist Schluss? Laurin: Es gab viele Tiefpunkte. Aber wir w&#xE4;ren heute nicht hier, wenn wir nicht immer wieder aufgestanden w&#xE4;ren. Wenn wir nicht gesagt h&#xE4;tten, dass Aufgeben keine Option ist. Was war euer gr&#xF6;&#xDF;ter Fehler? Jona: Dem klassischen Weg eines Start-ups zu folgen. Du gr&#xFC;ndest, holst Investoren mit rein, bl&#xE4;hst das Unternehmen auf, stellst dich als das gro&#xDF;e Einhorn dar und gehst als Gr&#xFC;nder mit einer goldenen Nase raus. Wir wollten zwar niemals alles verkaufen und in andere H&#xE4;nde geben, aber wir sind dieser Story doch irgendwie gefolgt, und das war ein Fehler. Und so ein bisschen ist das jetzt ein Zur&#xFC;ckkommen zu dem, wo wir gestartet sind, mit der Community. Crowdfunding als Rettung in der Krise Vergangenen November drohte das Projekt zu scheitern, weil ihr euch von einem gro&#xDF;en Investor getrennt habt.

Jona: Das war ein Schl&#xFC;sselmoment. Nach der siebten Verhandlungsrunde ist das Thema gekippt. Denn was wir davor vereinbart und an Perspektiven f&#xFC;r Sono vereinbart hatten, stand &#xFC;berhaupt nicht mehr zur Debatte. Das war wie vom Tisch gefegt. Es stand im Raum, dass die Patente abwandern sollten und der Sion in Europa nicht auf die Stra&#xDF;e kommen sollte. Es gab kein Interesse daran, dass Sono fortbesteht. Dann habt ihr weitere 50 Millionen Euro &#xFC;ber Crowdfunding zusammenbekommen.  Jona: Unsere Nachricht &#xFC;ber die gescheiterten Verhandlungen war f&#xFC;r alle schockierend. Wir sind dann durch Deutschland getourt &#x2013; in K&#xF6;ln, Stuttgart, Berlin, Hamburg und M&#xFC;nchen hatten wir Events, bei denen so eine Stimmung aufkam, dass wir zusammenhalten, dass wir es gemeinsam schaffen k&#xF6;nnen.  Sieben Strategien: Von Produktion bis Finanzierung  Wie weit kommt ihr mit den 50 Millionen? 

Laurin: Wir gehen jetzt in die n&#xE4;chste Prototypen-Phase, das ist der Serienstand der Karosserie mit dem Seriendesign. Das werden wir im Herbst vorstellen. Das Geld reicht zumindest bis dahin. 

Aber es reicht nicht, um den Start der Produktion anzuschieben, oder?

Laurin: Nein, das nicht. Wir brauchen bis dahin noch einmal 200 Millionen Euro. Dann l&#xE4;uft die Finanzierung au&#xDF;er &#xFC;ber Investoren und die Community auch &#xFC;ber Banken.  Ihr glaubt wirklich, dass die Banken ein solch gewagtes Start-up-Projekt durchfinanzieren? Laurin: Die Bank finanziert zum Beispiel die Fertigungsroboter, die einen Gegenwert haben. Schon bevor wir die Firma gegr&#xFC;ndet haben, haben wir Strategien definiert, wie wir anstatt mit einer Milliarde, die die Gro&#xDF;industrie zur Entwicklung eines neuen Autos braucht, mit 250 Millionen auskommen.  Und wie genau sehen diese Strategien aus? Laurin: Erstens, wir nutzen nur Carry-over-Parts, so genannte &#xDC;bernahmeteile. Zweitens, der Sion hat einen Aluminiumrahmen, und daher brauchen wir keine Presswerkzeuge. Das spart einen dreistelligen Millionenbetrag. Drittens, wir brauchen keine Lackierstra&#xDF;e. Noch ein dreistelliger Millionenbetrag weniger. Viertens, wir haben nur Online-Direktvertrieb. Damit ersparen wir uns das H&#xE4;ndlernetzwerk, plus die Marge des H&#xE4;ndlers von 15 bis 20 Prozent. F&#xFC;nftens, wir haben keine eigene Fabrik, wir lassen fertigen. Mit erneuerbaren Energien, Sozialstandards und so weiter. Und sechstens: Der Sion kommt nur in einer Variante.

Das hei&#xDF;t, die 250 Millionen reichen tats&#xE4;chlich aus? Laurin: Ja. Damit kriegen wir den Sion auf die Stra&#xDF;e, 43.000 St&#xFC;ck pro Jahr. Sharing-Services: Strom und Fahrzeug zum Teilen Wo kommt dieser Idealismus her, der euch antreibt?

Laurin: Wir k&#xF6;nnen nicht dasitzen, die Nachrichten von der Klimakatastrophe lesen und nichts tun. Wir wollen auch nicht auf andere zeigen, die vermeintlich alles falsch machen. Oder auf die Politik schimpfen. Wer sich einmischen will, der muss selbst was in die Hand nehmen, um etwas zu ver&#xE4;ndern, um mitreden zu k&#xF6;nnen. Oder sei still und halte still. Aber dann siehst du zu, wie irgendwie alles den Bach runtergeht und stehst irgendwie nur daneben. Vorausgesetzt, ihr bringt den Sion auf den Markt &#x2013; was macht ihr dann? Ab auf die Insel?  Laurin: Nein, dann geht&#x2019;s ja erst los. Wir haben au&#xDF;erdem weitere Pl&#xE4;ne. Der Sion ist nicht das letzte Auto, das wir rausbringen wollen. Und wir haben die Sharing-Services, die wir in die breite Masse bringen wollen. Man kann ein Kind nicht in die Welt setzen, ohne es sp&#xE4;ter nicht auch in den Kindergarten und dann in die Schule bringen zu wollen. 
 
Vielen Dank f&#xFC;r das Gespr&#xE4;ch.]]>
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