Leitungswasser trinken ist in Deutschland problemlos möglich. In manchen Reiseländern sollte man jedoch im Wasserhahn kein Trinkwasser erwarten. Wo die Gefahr von verunreinigtem Wasser am höchsten ist. Leitungswasser in Deutschland von hoher Qualität Trinkwasser aus dem Hahn ist preiswert und umweltfreundlich In diesen Ländern sollten Sie kein Leitungswasser trinken Leitungswasser ist ein preiswerter Durstlöscher und eine umweltfreundliche Alternative zu Wasser aus Plastikflaschen. Zudem hat das Trinkwasser aus dem Hahn in Deutschland laut Umweltbundesamt eine konstant hohe Qualität und ist eines der am besten kontrollierten Lebensmittel ist. Wer in anderen Ländern unterwegs ist, sollte nicht ganz so bedenkenlos aus dem Wasserhahn trinken. Wo man in Europa Leitungswasser trinken kann In vielen Ländern Europas kann Leitungswasser gefahrlos getrunken werden, auch wenn es nicht überall gut schmeckt. Gerade in Süd- oder Südosteuropa hat das Wasser häufig eine etwas modrige oder chlorhaltige Note, ist aber noch nicht gesundheitsgefährdend. Die folgende Karte zeigt, wo Vorsicht geboten ist. Abzuraten ist vom Schluck aus dem Wasserhahn laut Centers for Disease Control and Prevention* (CDC) allerdings in den folgenden Ländern: Albanien Bosnien-Herzegowina Bulgarien Kosovo Litauen Lettland Moldawien Nordmazedonien Rumänien Serbien Türkei Übrigens: Auch in weiten Teilen Asiens, Afrikas und Südamerikas sollten Urlauberinnen und Urlauber kein Leitungswasser konsumieren. Gute Qualität weisen hingegen die folgenden Länder auf: Australien Chile Costa Rica Japan Kanada Neuseeland Saudi-Arabien Südkorea USA So reduzieren Sie die Gefahr im Trinkwasser Wer sichergehen möchte, sollte den Wasserhahn vor dem Trinken etwa zehn Sekunden lang laufen lassen, um mögliche Ablagerungen wegzuspülen. Für Länder, in denen das Trinken von Leitungswasser nicht ratsam ist, gilt: Trinken Sie ausschließlich aus industriell verschlossenen Flaschen – im Zweifelsfall sogar in besseren Restaurants. Achten Sie auch auf intakte Sicherheitsringe beim Verschluss. Gibt es partout keine Flaschen, bietet sich die Möglichkeit, das Wasser abzukochen. Dazu sollte es mindestens drei Minuten sprudelnd (bei 100°C) erhitzen. So können Keime und andere Erreger abgetötet werden. Achtung: In höheren Lagen verlängert sich die Kochzeit. Auf 1000 Metern über dem Meer sollte das Wasser 3 bis 5 Minuten kochen. Hier finden Sie Infos zu Infektionskrankheiten Frankreich: Gefahr durch unsauberes Quellwasser Die Behörden in Frankreich warnen Wandernde vor dem Trinken von Wasser aus Gebirgsflüssen, nachdem etliche erkrankte Touristinnen und Touriten in der Region Hautes-Pyrénées im Juli 2026 per Hubschrauber in Kliniken gebracht werden mussten. Nach Angaben der örtlichen Bergrettung sind solche Fälle keine Ausnahme. Denn auch wenn das Wasser der Gebirgsbäche klar und frisch erscheint, sei es nicht unbedingt trinkbar und könne schwerwiegende gesundheitliche Probleme verursachen, so die französischen Behörden. Gründe könnten Fäkalien von Tieren und menschliche Abfälle sein, die in den Gewässern landeten. Stattdessen sollten Wandernde auf sichere Wasserquellen wie Leitungswasser oder Wasser aus Flaschen zurückgreifen. Quellen: *Centers for Disease Control and Prevention (CDC): Die US-Behörde befasst sich mit dem Schutz der öffentlichen Gesundheit, Stand: 2024