Streik am Flughafen in Barcelona: Bodenpersonal legt Arbeit nieder

• Lesezeit: 3 Min.

Von Sabrina Doschek

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Aussenansicht des Flughafens in Barcelona
Streik des Bodenpersonals: Am Flughafen Barcelona ist weiterhin mit Einschränkungen zu rechnen© iStock.com/MarioGuti

Am Flughafen Josep Tarradellas Barcelona-El Prat kommt es weiterhin zu erheblichen Einschränkungen im Flugverkehr. Grund ist ein unbefristeter Streik des Bodenpersonals. Was Reisende jetzt wissen müssen.

  • Seit 4. August 2026 streikt in Barcelona das Bodenpersonal

  • Check‑in, Boarding und Gepäckabfertigung können beeinträchtigt sein

  • Was Barcelona-Reisende jetzt tun können

Am Flughafen Barcelona-El Prat nimmt das Flugchaos kein Ende. Seit 4. August streikt das Bodenpersonal: Die Gewerkschaft CGT hatte rund 1200 Mitarbeitende des Abfertigungsdienstleisters Groundforce zum Streik aufgerufen. Reisende brauchen extra viel Geduld, denn vom Streik betroffen könnten Check‑in, Boarding und Gepäckabfertigung sein.

Zehn bis 14 Flugausfälle pro Streiktag

Die Folgen des Streiks sind spürbar. Laut spanischen Medienberichten fallen täglich zehn bis 14 Flüge von Fluggesellschaften, die vom Dienstleister Groundforce abgefertigt werden, aus. Es kommt außerdem zu Wartezeiten am Airport sowie zu Flugverspätungen. Passagiere mehrerer Fluggesellschaften mussten teilweise auf andere Flüge umgebucht werden oder erhielten Rückerstattungen. Rund tausend Koffer warten noch auf Abfertigung.

Streik in Barcelona: Welche Airlines betroffen sind

Da Groundforce in Barcelona zahlreiche Fluggesellschaften betreut, müssen sich Passagiere folgender Airlines auf Verzögerungen einstellen:

  • Air Europa

  • Lufthansa

  • Air France

  • KLM

  • Qatar Airways

  • Etihad Airways

  • SAS Scandinavian Airlines

  • Air Arabia

  • Royal Air Maroc

  • ITA Airways

  • TAP Air Portugal

  • Turkish Airlines

  • Oman Air

  • EgyptAir

  • Kuwait Airways

  • Royal Jordanian

  • Nouvelair

  • Tunisair

  • Binter

  • Plus Ultra

  • World2Fly

Das spanische Verkehrsministerium hat jedoch Mindestdienste angeordnet, sodass je nach Strecke zwischen 35 und 80 Prozent der Verbindungen durchgeführt werden müssen.

Reisende, die mit nicht direkt betroffenen Fluggesellschaften unterwegs sind, sollten die Entwicklungen ebenfalls im Blick behalten: Die Arbeitskämpfe können sich auf den gesamten Flughafenbetrieb auswirken. Informationen zum Streik finden Sie auch beim Auswärtigen Amt.

Barcelona-Streik könnte enorme Folgen haben

Nach Medieninformationen warnte die europäische Flugsicherheitsorganisation Eurocontrol bereits vor einem "kritischen Sommer" an den Flughäfen Barcelona-El Prat, Madrid-Barajas und Sevilla und kündigte Sondermaßnahmen an. Im europäischen Luftverkehr werden derzeit meist mehr als 36.000 Flüge pro Tag abgewickelt. Sollte der Streik über einen längeren Zeitraum andauern, könnten die Folgen erheblich sein. Bis auf Weiteres ist kein Ende des Streiks in Sicht.

Warum am Flughafen Barcelona gestreikt wird

Die Gewerkschaft begründet den Streik mit unzureichenden Arbeitsbedingungen und Defiziten beim Gesundheitsschutz. Sie kritisiert unter anderem dauerhaften Personalmangel, hohe Arbeitsbelastung, zahlreiche Überstunden, zu kurze Erholungszeiten sowie eine unzureichende Einarbeitung neuer Mitarbeitender. Mehrere Verhandlungsrunden mit der Unternehmensleitung hätten bislang keine zufriedenstellende Lösung gebracht.

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Streiks an Flughäfen: Was Reisende tun können

Reisende sollten sich in nächster Zeit über die Medien informieren, ihren Flugstatus regelmäßig prüfen und vorsorglich früher am Flughafen erscheinen, um Verzögerungen bei Check‑in und Gepäckabfertigung abzufangen.

Grundsätzlich gilt: Wenn ein Flug wegen eines Streiks annulliert wird oder sich verspätet, haben Reisende Anspruch auf Unterstützungsleistungen, Verpflegung und Unterbringung. Diese Ansprüche können sie bei der Fluggesellschaft geltend machen.