Streik in Portugal: Diese Flughäfen sind betroffen
Von Lorenzo Walcher

In Portugal kommt es heute, 3. Juni, zu einem landesweiten Streik, der auch Auswirkungen auf die Flughäfen hat – bis zu 500 Verbindungen können ausfallen, betroffen ist auch der Nahverkehr. Was Reisende wissen müssen und welche Rechte sie haben.
Update: Streik und Nebel schränken Flugverkehr auf Azoren ein
24-Stunden-Streik trifft nicht nur Luftfahrt
Flughäfen Lissabon, Faro und Porto besonders betroffen
Der Streik der Gewerkschaft CGTP richtet sich gegen eine geplante Arbeitsmarktreform der portugiesischen Regierung. Als Reaktion kommt es heute, 3. Juni, zu einem eintägigen Streik in ganz Portugal.
Streik: Am 3. Juni kommt es in Portugal landesweit zu Ausfällen
Bereits im Dezember 2025 hatte die Gewerkschaft CGTP zu einem Generalstreik aufgerufen. Nach weiteren erfolgslosen Gesprächen ruft die CGTP jetzt wieder zu einem 24-Stunden-Streik auf. Heute, 3. Juni, kommt es zu erheblichen Einschränkungen im Luftverkehr.
An dem Ausstand beteiligen sich aber nicht nur Kabinen- und Bodenpersonal – Einschränkungen gibt es auch im Personenverkehr und der öffentlichen Gesundheitsversorgung, so das Auswärtige Amt. Im Nahverkehr kommt es daher auch zu zahlreichen Ausfällen und Verspätungen.
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Flughäfen Lissabon, Porto, Faro betroffen
Besonders stark beeinträchtigt sind die Flughäfen in Lissabon, Porto und Faro. Laut portugiesischen Medienberichten sollen mehr als 650 Flüge gestrichen worden sein. Vor allem Airlines mit Basen in Portugal – allen voran die Tap Air Portugal – verzeichnen viele Ausfälle und Verspätungen. Am härtesten trifft es Lissabon, rund 60 Prozent aller Flüge wurden gestrichen.
Laut der Internetseite der Tap, plant die Airline trotz Streik 79 Flüge durchzuführen. Dort heißt es weiter: "Tap kontaktiert alle Kunden mit annullierten Flügen, die ihre Buchungen noch nicht geändert haben, um gemeinsam die besten Reisealternativen zu finden."
Auch Easyjet rechnet mit möglichen Störungen im Flugplan. Ryanair hingegen rechnet laut Medienberichten nicht mit Einschränkungen und will den Flugbetrieb planmäßig aufrechterhalten.
Flüge nach Madeira und auf die Azoren finden statt
Trotz des Streiks soll ein gesetzlich vorgeschriebener Mindestbetrieb Teile des Flugverkehrs aufrechterhalten. Solche Mindestdienste werden in Portugal von einem Schiedsgericht festgelegt und sichern in der Regel vor allem sicherheitsrelevante Flüge sowie wichtige Verbindungen, etwa zu den Inselregionen Azoren und Madeira. Zu Verzögerungen kommt es trotzdem.
Gleichzeitig lag in den vergangenen Tagen Nebel über den Azoren, weswegen viele Flüge storniert wurden. Auch wenn der Flugverkehr inzwischen wieder anrollt, wartende Tausende Passagiere auf die Weiterreise. Der Streik auf dem portugiesischen Festland verschärft die Lage zusätzlich.
Streik bei der Airline: Diese Rechte haben Reisende
Wenn ein Flug wegen eines Streiks annulliert wird oder sich verspätet, haben Reisende Anspruch auf Unterstützungsleistungen, Verpflegung und Unterbringung. Diese Ansprüche können Sie bei der Fluggesellschaft geltend machen.
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Die Airline muss jedoch keine Entschädigung zahlen, wenn sie sich auf sogenannte außergewöhnliche Umstände berufen kann. Ob ein Streik einen außergewöhnlichen Umstand darstellt, muss im Einzelfall geklärt werden. Grundsätzlich können jedenfalls bei einem Streik des eigenen Personals der Airline Entschädigungsansprüche in Betracht kommen.