Das Angebot von Autos mit Schiebetüren hat abgenommen – der Trend geht zum SUV mit konventionellem Einstieg. Wer aktuell ein neues Fahrzeug mit Schiebetüren sucht, findet nur 26 Modelle auf dem Markt. Hier sind sie. Praktisch für Familien: Autos mit Schiebetüren Nur 26 neue Modelle erhältlich Plus: Liste mit gebrauchten Modellen Autos mit Schiebetüren haben viele Vorteile. Besonders für Eltern sind die großen Türen praktisch, denn kleinere Kinder können bequem ins Auto gesetzt und ohne sich dabei verrenken zu müssen sicher angeschnallt werden. Der breite Öffnungsbereich erleichtert das Ein- und Aussteigen, und größere Gegenstände lassen sich bequem einladen. Zudem öffnet die große Tür nah am Fahrzeug und nicht in einen Fahrradweg oder eine Straße hinein. Das verringert das Unfallrisiko für andere Verkehrsteilnehmer. Auch auf dem Parkplatz oder in der Tiefgarage gibt es weniger Stress, denn die Kinder können die Türen beim Aus- oder Einsteigen nicht aus Versehen an andere parkende Autos schlagen. Vans werden seltener Besonders geeignet als Familienauto sind Vans. Allerdings bieten mittlerweile nur noch wenige Hersteller Neuwagen mit Schiebetüren an. Beliebte Vans waren lange Zeit der VW Sharan und sein baugleiches Pendant Seat Alhambra. Beide sind aber längst Geschichte, Nachfolger gibt es nicht. Zumindest der Gebrauchtwagen-Markt bietet hier noch einiges. Hochdachkombis und Busse werden mit Schiebetüren noch als Neuwagen angeboten. Darunter sind sogar einige elektrisch betriebene Fahrzeuge. Welche Automarken haben Autos mit Schiebetüren? Die hier gelisteten Fahrzeuge haben serienmäßig mindestens eine Schiebetür und sind aktuell als Neuwagen bestellbar. Wer ein Auto mit Schiebetüren und sieben Sitzen sucht, sollte sich die rechte Spalte der Tabelle ansehen. Dort ist die maximal mögliche Anzahl der Sitzplätze aufgeführt: Hochdachkombis mit Schiebetür Hochdachkombis mit Schiebetüren bieten Platz für fünf Personen, in den oft ebenso verfügbaren Langversionen sogar für bis zu sieben Personen. Ein relativ kostengünstiges Familienauto bei den Hochdachkombis in der unteren Mittelklasse sind der aktuelle Citroën Berlingo oder die baugleichen Modelle Opel Combo, Peugeot Rifter, Toyota Proace City und Fiat Qubo. Kompakt genug für den Stadtverkehr sind die genannten Hochdachkombis der unteren Mittelklasse zwar auch, sofern man sich nicht für die Langversionen entscheidet. Doch wer ein praktisches Auto von noch überschaubarerer Größe haben möchte, wird derzeit nur bei Ford fündig. Der Ford Tourneo Courier ist mit einer Länge von 4,34 Metern gerade mal 6 Zentimeter länger als ein VW Golf und deshalb ein relativ kleines Auto mit Schiebetüren. Busse mit Schiebetür Als typische Busse bieten die Modelle von Citroën, Ford, Hyundai, Mercedes, Opel, Peugeot, Toyota und Volkswagen besonders viel Platz im Innenraum. Sie sind in verschiedenen Längen erhältlich. Sie bieten einen sehr großen, meist flexibel gestaltbaren Innenraum und viel Platz. Die typisch hohe und aufrechte Sitzposition macht auch sehr lange Fahrten angenehm. Der T7 von Volkswagen bietet als Bus viel Platz und Komfort und ist entsprechend kostspielig. Dafür bekommt man Bulli-Feeling und einen variablen Innenraum. Wer Bus-Modelle mit Elektroantrieb sucht, findet diese bei VW in Form des ID. Buzz oder bei Opel in Gestalt des Zafira Life. Vans mit Schiebetür Durch die Bauart bieten Vans maximalen Raum. Sie sind auf ein großzügiges Platzangebot und sehr hohen Komfort ausgelegt und somit besonders für Familien geeignet. Im Vordergrund stehen ein großes Kofferraumvolumen und eine flexible Innenraumgestaltung mit Sitzerweiterungen. Großes Plus: die praktischen Schiebetüren. Neu zu haben sind Vans derzeit nur im oberen Preissegment. Der elektrische Maxus Mifa 9 zum Beispiel kostet rund 69.000 Euro, der Lexus LM als Hybrid ist ab rund 129.000 Euro zu haben. E-Autos mit Schiebetüren Die Auswahl an E-Autos mit Schiebetüren (und mit sieben Sitzen) als Neuwagen ist nicht so groß. Als Hochdachkombi bietet unter anderem Mercedes die T-Klasse, Nissan den Townstar, Opel den Combo E und Peugeot den e-Rifter, Renault den Kangoo und Toyota den ProAce City auch mit Elektroantrieb an. Bei den Elektro-Bussen gibt es unter anderem diese Modelle: Citroën ë-Spacetourer, Kia PV5, Opel Zafira-e Life, Peugeot e-Traveller und VW ID. Buzz und demnächst auch den Hyundai Staria. Übersicht: Gebrauchte mit Schiebetüren Bei den Gebrauchtwagen gibt es einige interessante Autos mit Schiebetüren. Vans sind auch hier beliebt sowie Siebensitzer mit Schiebetüren. Der Ford Grand C-Max beispielsweise besticht durch ein großes Kofferraumvolumen und ein großzügiges Raumangebot und ist gebraucht je nach Version und Fahrleistung schon für 10.000 Euro und damit günstig zu haben. Der VW Sharan hingegen kostet, wie sein Zwillingsbruder Seat Alhambra, gebraucht fast das Doppelte, bietet aber auch ein hohes Maß an Komfort und ein üppiges Platzangebot – solange er als Fünfsitzer genutzt wird. Ist die dritte Sitzreihe im Kofferraum aufgestellt, schrumpft der Kofferraum allerdings auf Kleinwagen-Niveau. Die beiden Vans punkten zudem mit guter Verarbeitung und wertigen Materialien. Der ADAC hat eine Übersicht über gebrauchte Vans, Hochdachkombis und Busse ab Baujahr 2015 zusammengestellt, die zum Großteil auch den Autotest durchlaufen haben. Die hier gelisteten gebrauchten Fahrzeuge haben serienmäßig mindestens eine Schiebetür und sind als Gebrauchtwagen verfügbar. Kauf-Tipps: Darauf sollten Sie achten Ein Blick in den ADAC Autotest lohnt sich. Hier finden Sie Testergebnisse von aktuellen Fahrzeugen und von gebrauchten Modellen. Käuferinnen und Käufer von Gebrauchtwagen sollten sich genau über die Qualitäten, etwa über die ADAC Pannenstatistik oder den aktuellen TÜV-Report, und auch über das Preisniveau informieren. Viele neue Autos mit Schiebetüren werden nur noch mit Elektroantrieb angeboten. Wer ein E-Auto sucht, sollte die Fördermöglichkeiten, Vorteile und Förderungen für private Wallboxen zum Laden berücksichtigen. Soll das Auto als Familienauto dienen, immer den Kindersitz bei der Probefahrt mitnehmen und probieren, ob dieser sich im Wunschmodell befestigen lässt. Außerdem auch prüfen, ob der Kinderwagen ins Auto passt. Fachliche Beratung: Maximilian Bauer / ADAC Technik Zentrum